21 Jahre verleihen wir bereits den Deutschen Gartenbuchpreis an besonders Autorinnen und Autoren, die besonders faszinierende Gartenbücher geschrieben haben. Seit einigen Jahren sind auch die Garden ebooks und Garden Creatoren dazugekommen, die sich bei insta und facebook tummeln und sich bei den letzten Verleihungen immer besser vernetzt haben. Auch unsere Tochter Emilie ist schon auf der Bühne mitdabei – Enys sowieso immer mittendrin – und stellt die Preisträgerinnen und Preisträger vor, die die Jury in 2 Tagen ausgewählt haben.





Bei jeder Verleihung gibt es immer unglaubliche Geschichten auf der Bühne zu hören, über Autoren, die Ihre Wohnzimmermöbel verkauft haben, um ein spezielles Buch selbst zu verlegen oder Autorinnen, die 10 Jahre an einem Buch gearbeitet haben, bevor sie damit zufrieden waren und es eingereicht haben.
Es ist uns immer eine ganz spezielle Freude, diese Menschen kennenzulernen und mit Preisen zu ehren. Die Verleihung ist auch immer der Startpunkt für die Saison in Dennenlohe. Alles muß ausgemottet werden, immerhin hat der Marstall und das Orangerie Cafe schon seit 5 Monaten geschlossen, alles muß geputzt, repariert und gewartet werden und man glaubt gar nicht wieviel Zeit und Geld das immer kostet. Dieses Jahr haben wir zusätzlich noch die Orangerie Spülküche völlig neu gestaltet und mit neuen Geräten ausgestattet, damit wir in der Hochsaison schneller mit dem Spülen sind. Quasi ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk für mich selbst, denn wenn viel los ist im Café, bin ich ja jedes Wochenende dort im Einsatz. Schon ungerecht, daß der grüne Baron zum Geburtstag keine neue Industriegeschirrspülmaschine bekommt, sondern…. ja was, eigentlich? Da hat noch niemand aus der Familie eine Idee. Außer vielleicht, daß der Schlosspark Dennenlohe gerade in die „Great Gardens of the World“ aufgenommen wurde. Das hat ihn sehr gefreut und ist als Geschenk eigentlich ausreichend…

Zurück zum Saisonstart – es gibt immer viel zu tun, alle Beete müssen gejätet werden, die Pferdelöcher in den Wiesen teilweise gestopft werden. Die Pferde haben den Park im Winter ja immer für sich alleine und genießen das sehr. Wenn es viel regnet, gibt es auch viele Trittlöcher, in die dann im nächsten Herbst gleich die Frühlingszwiebeln eingesetzt werden, aber auf den Wegen müssen die Löcher mit Sand aufgefüllt werden.
Und das gleiche passiert mit Yodines und Lottes gebuddelten Mäuselöchern. A propos, dieses Frühjahr war ich mit den beiden in ganz Deutschland unterwegs, um sie im Klub für Terrier als Zuchthündinnen eintragen zu lassen. Und das war ein echter Fulltimejob – ein Wochenende Ausstellung in Offenburg, ein Wochenende Kassel, einen Tag Neunkirchen Zuchtzulassung, vorher ein Tag Trimmen in München, ein weiteres Trimmen in Heilbronn, Röntgen und Augenuntersuchung in Schwabach, Blutabnahme in Unterhaching, Gentests und Zuchtzulassungsuntersuchung für die Zuchtstätte vor Ort.
Prompt dabei in Offenburg den Führerschein für 4 Wochen verloren, weil das Wohnmobil doch schneller fährt, als man gemeinhin annimmt. Und jetzt warten wir auf Lottes Läufigkeit – eine tollen Vater haben wir schon gefunden, damit wir 2025 hoffentlich einen ersten offiziellen Wurf von den „Airedales vom Dennenloher Schloss“ bekommen. Yodine hat sich erst mal rausgezogen, sie wurde vor der Zuchtzulassungsprüfung läufig und kommt jetzt erst im Winter oder nächstes Frühjahr dran.

Ok, das war also mein Hobby dieses Frühjahr. Lotte und Yodine waren keine wirklichen Showtalente, den Sinn einer Ausstellung und des im Kreisherumlaufen hat sich den beiden nicht wirklich erschlossen…lieber in Dennenlohe den Park erkunden, man sieht es ihnen richtig an 🙂
Im April beginnt dann die letzte „Bila“ Woche in Ansbach, bei der der grüne Baron nun mein Fahrer sein darf – „Bila“ nennt sich „Bildungsprogramm Landwirt“ – der Ernst des Lebens sozusagen, denn ich habe seit über einem Jahr eine Menge Kurse über Schweine-und Rinderzucht, ökologische Wiesen und vieles mehr besucht.
Man kann mit den Bila Kursen nämlich als Nichtlandwirt, Landwirt werden, wenn man lange genug in der Landwirtschaft gearbeitet hat, was bei mir ja der Fall ist, da wir schon seit langen Jahren Biolandbetrieb sind. Jedes Jahr quäle ich mich durch den Mehrfachantrag, der immer komplizierter wird. Manchmal denke ich zwei Master und ein Diplom reichen nicht aus, um einen 10seitigen Förderantrag für Birnbäume auszufüllen – eine echt verrückte Bürokratiewelt. Unsere Birnbäume muß ich übrigens morgen noch nachmessen, Rasenmäher fahren darf ich ja noch, angeblich wurde bei einer geheimen Vor-Ort-Kontrolle festgestellt, daß einige der 120 Bäume – von denen überhaupt nur 30 Stück in der Förderung sind – nicht die 140cm Hochstamm besitzen, die für eine Förderung notwendig sind. Diese Versager scheinen rückwärts zu wachsen, denn bei der Pflanzung vor 10 Jahren waren alle über 1,4m…